diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe

diabetesDE-Expertenchat zu Weihnachtsleckereien: Fitmacher statt Fettmacher auf den Festtagsteller

Berlin, 09.12.2016 – Je näher es auf den Heiligabend und die Feiertage zugeht, steigt bei Groß und Klein die Vorfreude auf eine schöne Zeit mit der Familie und Freunden. In vielen Haushalten dreht sich bereits seit Wochen alles um die Frage: „Was soll es dieses Jahr Köstliches zum Fest geben“? Ob Kartoffelsalat mit Würstchen, Weihnachtsgans, Karpfen blau – viele beliebte Weihnachtsgerichte enthalten auch viele Kalorien. Wie man diese in weniger fett- und zuckerhaltige Varianten abwandeln und gesunde Lebensmittel wie Gemüse ergänzen kann, erklärte Diabetesberaterin Michaela Berger im Experten-Chat von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe.

Quelle: World Obesity (www.imagebank.worldobesity.org)

Üppige Gerichte mit würzigen Braten, cremigen Soßen und sahnigen Torten verwöhnen zwar die Geschmacksnerven. Das Verdauungssystem leistet jedoch schwere Arbeit, um mit den fetten und süßen Schlemmereien fertig zu werden. „Menschen mit Diabetes Typ 1 oder Typ 2 müssen trotzdem nicht ganz darauf verzichten“, sagt Michaela Berger, Vorstandsmitglied von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe und Diabetesberaterin DDG aus Berlin: „Für Menschen mit Diabetes Typ 1, die Insulin spritzen, ist insbesondere wichtig, die Menge an Kohlenhydraten der verschiedenen Gerichte zu kennen.“ Menschen mit Diabetes Typ 2 müssen darüber hinaus in der Regel auch die Kalorien im Blick behalten. „Das geht zum Beispiel, indem man mehr Gemüsebeilagen isst und sich bei Klößen und Soße zurückhält“, erklärt Michaela Berger. Beliebte Wintergemüsesorten, die gut zu Festtagsgerichten passen, sind Brokkoli und Rosenkohl. Sie enthalten unter anderem die Vitamine C und A. Beim Fisch sind magere Arten wie Seezunge, Forelle oder Kabeljau mögliche Alternativen zu fettreicheren Arten. Viel bekömmlicher als andere rote Fleischsorten ist Kalbfleisch, da es zart und fettarm ist.

Weihnachtsplätzchen, Christstollen und Zimtsterne sind wahre Kalorienbomben und verstärken oft unerwünschte Fettpölsterchen und fördern damit langfristig das Risiko, an Diabetes Typ 2 zu erkranken. Denn nicht immer gelingt es nach den Feiertagen, die überschüssigen Pfunde wieder loszuwerden: „Viele Menschen bewegen sich in der kalten Jahreszeit zu wenig, weil ihnen bei den Temperaturen die Motivation für Bewegung fehlt. Zusammen mit kalorien- und zuckerreichen Mahlzeiten ist anhaltender Bewegungsmangel aber eine ungünstige Kombination“, sagt Michaela Berger und betont: „Der Figur, dem Herz-Kreislauf-System und dem Blutzucker zuliebe sollten nicht nur Menschen mit Diabetes, sondern eigentlich jeder mehrmals die Woche Bewegung regelrecht einplanen.“ Dabei muss es nicht unbedingt der Gang zum Fitnessstudio sein, Winterspaziergänge an der frischen Luft, Eislaufen, Rodeln oder einfach nur mit dem Hund laufen sind ebenso gut für die Gesundheit.

Anregungen und Antworten zu weiteren Fragen dazu gab die Diabetesberaterin am 8. Dezember 2016 im Experten-Chat von 17 bis 19 Uhr. Der nächste Expertenchat findet am 12. Januar 2017 mit Professor Dr. med. Thomas Haak zum Thema „Rund um die Diabetestherapie“ statt.

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