Deutsche Allianz Nichtübertragbare Krankheiten

Deutliche Tabaksteuererhöhungen notwendig

Tabaksteuererhöhungen senken den Tabakkonsum und tragen dadurch zum Gesundheitsschutz bei.

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„Steuererhöhungen, die zu steigenden Preisen für Tabakprodukte führen, [können] das gewünschte gesundheitspolitische Ziel - den Nichtraucheranteil in der Bevölkerung zu erhöhen – unterstützen“. Dies erkennt die Bundesregierung in ihrer Antwort vom 10. Oktober 2018 auf die Kleine Anfrage der Grünen zur steuerrechtlichen Behandlung von Tabakerhitzern, von denen in Deutschland derzeit nur IQOS von Philip Morris erhältlich ist, an.

Tatsächlich gelten deutliche und für den Konsumenten spürbare Tabaksteuererhöhungen als die wirksamste Maßnahme der Tabakkontrolle. Genutzt wurde diese Maßnahme in Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten allerdings lediglich im Zeitraum von 2002 bis 2005, als die Tabaksteuer jährlich deutlich erhöht wurde – mit enormer Wirkung: In der Folge sank der Tabakkonsum deutlich ab und insbesondere unter Jugendlichen geht seither der Raucheranteil stark zurück. Alle nachfolgenden Tabaksteuererhöhungen waren demgegenüber zu gering, um sich wesentlich auf das Rauchverhalten auszuwirken.

Angesichts der Tatsache, dass in Deutschland im Jahr 2017 noch 22,4% der über 15-Jährigen (26,4% Männer, 18,6% Frauen) rauchten und dass die Tabaksteuern seit inzwischen mehr als zehn Jahren nicht wesentlich erhöht wurden, ist es höchste Zeit, dass die Bundesregierung diese gesundheitspolitisch so wertvolle Maßnahme nutzt und endlich wieder die Tabaksteuern in einem Maße erhöht, dass sie Raucher dazu motivieren, weniger zu rauchen oder ganz mit dem Rauchen aufzuhören, und Jugendliche vom Einstieg in den Tabakkonsum abhalten.