Deutsche Allianz Nichtübertragbare Krankheiten

Frühjahrssitzung der DANK

Die Mitglieder der Deutschen Allianz Nichtübertragbare Krankheiten (DANK) haben sich heute in Berlin zusammengefunden, um aktuelle Themen und Herausforderungen zu besprechen.

 

Wichtige Themen der Sitzung waren unter anderem die jüngsten Ereignisse rund um die Nationale Reduktions- und Innovationsstrategie, das Tabakaußenwerbeverbot sowie Bewegung als Präventionsfaktor und Therapieoption.

Die Deutsche Diabetes Gesellschaft hat vor kurzem eine Teilnahme an dem Begleitgremium der Reduktionsstrategie abgelehnt, weil die Wissenschaft ihrer Meinung nach in dem Gremium praktisch keinen Einfluss auf die Formulierung konkreter Reduktionsziele hat. Das Zusammenkommen heute gab den Mitgliedern der DANK, von denen noch weitere im Begleitgremium involviert sind, die Möglichkeit, die Situation und ihr weiteres Vorgehen ausführlich zu diskutieren.

Weiterhin wurden die neusten Entwicklungen in Bezug auf das Tabakwerbeverbot besprochen. Die Grünen hatten das Thema zuletzt durch einen Gesetzesentwurf wieder auf die politische Tagesordnung gesetzt, nachdem es in der letzten Legislaturperiode am Widerstand der CDU gescheitert war. Auch Herr Spahn hatte zuletzt ein weitreichendes Werbeverbot für Zigaretten angemahnt.

Zuletzt stellte sich die frisch gegründete DANK Arbeitgsgruppe Bewegung vor und erläuterte ihr bereits elaboriertes Konzept. Bewegung ist von enormer Wichtigkeit für die Prävention nichtübertragbarer Krankheiten und spielt darüber hinaus eine große Rolle für die Therapie ebendieser. Dementsprechend bezieht sich auch eine der vier Hauptforderungen der DANK auf Bewegung, nämlich die Forderung nach einer verpflichtenden Stunde Bewegung pro Tag für alle Schülerinnen und Schüler.

Die Sitzung der DANK hat mit ihren konstruktiven und kontroversen Diskussionen klar gezeigt, dass die Auseinandersetzung mit der Prävention nichtübertragbarer Krankheiten in Deutschland reichlich an Fahrt aufgenommen hat. Die DANK-Themen sind omnipresent in Politik und Medien und DANK bemüht sich, diese Entwicklungen zum Wohle der Bevölkerung weiterzubegleiten. Frau Bitzer, Sprecherin der DANK, beschloss die Sitzung heute mit einem Zitat aus dem Lancet Manifesto: "We recognise that a great research paper is not enough and that it requires development, mobilisation, and exposure. So we promise to set agendas, create context, inform leaders, start debates, and advocate for the idea that research can and will make a difference." "(...) [Research] is only relevant when it has an impact on human lives." (1).

 

(1) The Lancet (o.J.): Our manifesto. www.thelancet.com, Zugriff 17.01.2019