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05.12.2018 Pressemeldung

Entwurf zur Nationale Reduktions- und Innovationsstrategie

Reduktionsstrategie: Experten fordern 50 % weniger Zucker in Softdrinks – und keine Kinderwerbung für ungesunde Produkte

05.12.2018 – Zum kürzlich bekannt gewordenen Entwurf für eine Nationale Reduktions- und Innovationsstrategie für Zucker, Fette und Salz in Fertigprodukten des Bundesernährungsministeriums erklärt Barbara Bitzer, Sprecherin der Deutschen Allianz Nichtübertragbare Krankheiten (DANK):

„Die Reduktionsstrategie schwächelt ausgerechnet bei den entscheidenden Themen Softdrinks und Kindermarketing. Bei Softdrinks reicht es nicht, wenn Bundesernährungsministerin Julia Klöckner eine ‚deutlich zweistellige Zuckerreduktion‘ fordert – darunter kann die Industrie auch eine verhältnismäßig geringe Reduktion von 15 oder 20 Prozent verstehen. Notwendig ist für herkömmlich süße Cola und Limonade eine Zuckerreduktion um 50 Prozent. Dass sich diese technisch schnell umsetzen lässt, beweist das Beispiel Großbritannien.“

Als unzureichend kritisiert DANK auch das Ziel, dass Produkte mit Kinderoptik „keine ungünstigere Nährstoffzusammensetzung aufweisen sollen als solche, die sich nicht speziell an Kinder wenden“: „Es ist kein Fortschritt, wenn Kinderprodukte genauso ungesund wie normale Produkte sind“, sagt Bitzer: „Hier wird ausgerechnet eine besonders vulnerable Gruppe nicht geschützt, vermutlich um Absatzinteressen der Industrie nicht zu beschränken.“ DANK fordert, an Kinder und Jugendliche gerichtetes Marketing ganz zu verbieten, wenn das Produkt nicht nach den Maßstäben der Weltgesundheits-organisation als gesund eingestuft werden kann (Nutrient Profiling Tool).

Die Experten begrüßen die Ankündigung der Ministerin, die Umsetzung der Reduktion engmaschig zu überprüfen und bei „fehlender Bereitschaft zur Zusammenarbeit regulatorische Maßnahmen zu prüfen“. „Wir hoffen sehr, dass die Industrie jetzt diese letzte Chance nutzt“, sagt Bitzer: „Die in DANK zusammengeschlossenen medizinischen Fachgesellschaften werden den Prozess genau verfolgen und Frau Klöckner beim Wort nehmen.“

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der Deutschen Allianz Nichtübertragbare Krankheiten (DANK)
„Den Tsunami der chronischen Krankheiten stoppen: vier Maßnahmen für eine wirkungsvolle und bevölkerungsweite Prävention“

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